Triggersteuerelemente

Mit den Triggersteuerelementen Trigger, Triggerverzögerung und Triggerintervall können Sie festlegen, wie und wann ein Bild aufgenommen wird.

  • Trigger: Definiert die Quelle des Bildaufnahmetriggers, wenn das Vision-System online ist.

    • Kamera (Standard): Aktiviert die Bildaufnahme über eine vom dezidierten Triggereingang des Vision-Systems erkannte steigende Flanke.
    • Kontinuierlich: Aktiviert „freilaufende“ (möglichst schnelle) Bildaufnahmen.
    • Extern: Aktiviert die Bildaufnahme über einen seriellen Befehl oder über die steigende Flanke, die auf ein als Aufnahmetrigger konfiguriertes diskretes Eingangsbit angewendet wird.

      Hinweis:  
      • Höhere Triggergeschwindigkeiten werden durch die Verwendung des integrierten Triggereingangs des Systems erzielt (indem der Parameter Trigger auf Kamera gesetzt wird), anstatt das Vision-System mit einer als Triggereingang konfigurierten Allzweckeingangsleitung zu triggern (indem der Parameter Trigger auf Extern gesetzt wird).
      • Falls der Parameter „Trigger“ der AcquireImage-Funktion auf „Extern“ gestellt ist und eine Aufnahme verpasst wird, sendet das Vision-System kein diskretes „FEHLER: Bild verpasst“-Signal. Das „FEHLER: Bild verpasst“-Signal wird nur unterstützt, wenn der Parameter „Trigger“ der AcquireImage-Funktion auf „Kamera“ gestellt ist.
    • Manuell: Aktiviert die Bildaufnahme durch Drücken der Taste F5.
    • Industrial Ethernet: Ermöglicht das Triggern via Industrial Ethernet-Protokoll, z. B. EtherNet/IP, POWERLINK, Profinet, SLMP-Scanner oder CC-Link IE Field Basic.
    • Zeitstempel: Aktiviert die Bildaufnahme, wenn von einer SPS über EtherNet/IP ein Zeitstempel-Trigger an das Vision-System gesendet wird. Die Option „Zeitstempel“ wird nur auf folgenden Vision-Systemen unterstützt:
      • In-Sight Vision-Systeme der 5000-Serie mit 128MB nicht flüchtigem Flashspeicher und mit Firmwareversion ab 4.5.0.

        Hinweis:  Die Vision-Systeme In-Sight 5605 (Hardware-Typ 821-0032-1R), In-Sight 5705 und In-Sight 5705C werden nicht unterstützt.
      • Vision-Systeme der In-Sight 7000 Gen2-Serie
      • Vision-Systeme der In-Sight 9000-Serie

  • Triggerverzögerung: Legt eine Verzögerung in Millisekunden (0 bis 10.000) zwischen dem Empfang des Triggers und dem Start der Aufnahme durch das In-Sight-Vision-System fest.

    Hinweis:  
    • Das Steuerelement Trigger muss zum Aktivieren dieser Funktion auf Kamera oder Netzwerk eingestellt werden.
    • Die Verzögerung ist auf die Millisekunde genau, zuzüglich oder abzüglich der maximalen Belichtungszeit von 64 Mikrosekunden.
    • Wenn im Schritt Eingänge/Ausgänge als Signaltyp die Option Akquisitionsstart oder Blitzimpuls festgelegt ist, werden diese Ausgänge um die angegebene Zeit verzögert.

  • Triggerintervall: Legt ein Intervall in Millisekunden (0 bis 10.000, Standard ist 500) fest, das zwischen Aufnahmen eingehalten wird, wenn das Steuerelement Trigger auf Kontinuierlich eingestellt ist.

    Hinweis:  Diese Verzögerung hängt davon ab, wie lange der Job für die Verarbeitung des Bildes benötigt. Ist das Triggerintervall beispielsweise auf 5.000 Millisekunden eingestellt, erfasst das Vision-System alle 5.000 Millisekunden ein Bild, sofern der Job die Bildverarbeitung innerhalb von 5.000 Millisekunden abgeschlossen hat. Ist dies nicht der Fall, erfasst das In-Sight-Vision-System ein Bild, sobald es die Bildverarbeitung abgeschlossen hat.