Einrichten des Fehlererkennungswerkzeugs "Flächenfehler"

Wenn Sie dieses Werkzeug einrichten, müssen Sie die Schwellenwerte angeben, die verwendet werden, um zu bestimmen, ob Fehler vorhanden sind oder nicht. Vor Beginn sollte über Laden von Bildern von einem PC eine Datenbank mit Bildern des zu untersuchenden Teils (sowohl gute als auch schlechte Teile) geladen werden.

  1. Laden Sie zuerst ein Bild des Teils in einem fehlerfreien Zustand. Anschließend fügen Sie das Werkzeug Flächenfehler hinzu.
  2. Stellen Sie den Bereich im Bild ein. Wählen Sie im Dropdown-Menü Bereichstyp den Bereichstyp ein: Rechteck (Standard), Kreis, Annulus oder Polygon. Positionieren und konfigurieren Sie den Bereich im Bild, in dem die Fehler voraussichtlich erscheinen werden. Die Grenzen des Bereichs müssen den bzw. die Fehler und ihre möglichen Positionen einschließen.

    Hinweis:  
    • Versuchen Sie kleinere Bereiche einzustellen, um die Leistungsstärke des Werkzeugs zu verbessern. Je größer ein Bereich ist, desto länger dauert die Inspektion. Wenn Sie keine Vorrichtung verwenden, müssen Sie sicherstellen, dass sich die Fehler in jedem Bild nahezu an derselben Position befinden oder der Bereich groß genug für die erwartete Bewegung des Merkmals ist.
    • Nachdem das Werkzeug hinzugefügt wurde, können Sie den Bereichstyp verändern, indem Sie nach einem Rechtsklick auf den Bereich im Bild die gewünschte Form aus den verfügbaren Optionen in Bereich ändern auf auswählen.
  3. Klicken Sie auf OK, um den Bereich zu bestätigen. Klicken Sie auf Abbrechen, um das Werkzeug dem Job nicht hinzuzufügen.
  4. Passen Sie die Parameter des Werkzeugs anhand des Teils in seinem fehlerfreien Zustand an, um sicherzustellen, dass das Werkzeug keine Fehler identifiziert. Verwenden Sie den Parameter Anzeigebild auf der Registerkarte Fehlerkandidaten, um visuelles Feedback dazu anzeigen zu lassen, inwieweit sich die Anpassungen des Parameters auf die Ergebnisse des Werkzeugs auswirken. Setzen Sie zu Anfang den Parameter Anzeigebild auf Fehlerkandidaten, damit alle erkannten Fehler in einem roten Umrandungsfeld eingeschlossen sind.

    Hinweis:  Optional kann eine Maske erstellt werden, um Bereiche des Bildes zur Untersuchung zu markieren und andere Bereiche davon auszuschließen. Masken sind sehr hilfreich, wenn Sie eine Inspektion mit Text, Bezeichnungen oder anderen zu ignorierenden Merkmalen konfigurieren wollen.
  5. Fangen Sie beim Einstellen der Parameter mit dem Bereih des Werkzeugs an, so dass der Inspektionsbereich den zu inspizierenden Bereich ordnungsgemäß umrandet - er sollte keine irrelevante Merkmale, wie zum Beispiel Etiketten, Ränder von Zeichen oder Logos enthalten. Wenn die Inspektion eine Kante eines Teils beinhaltet, muss der Bereich parallel zur Kante positioniert werden (das Gleiche gilt für kreisförmige Bereiche, bei denen der kreisförmige Bereichsbogen parallel zur Kante des Teils liegen muss).
  6. Passen Sie als Nächstes die Parameter Abtastfaktor und Glättungsfaktor an. Erhöhen Sie den Parameter für das Abtasten, wenn Sie kleine Gradientenfehler oder große Fehler mit geringem Kontrast erkennen möchten. Erhöhen Sie den Parameter „Glättungsfaktor“, um kleinere, falsche Fehler zu übergehen.
  7. Nachdem Sie diese Parameter angepasst haben, verwenden Sie die verschiedenen Optionen der Parameter Erkennungsart, Erkennungsgröße und Erkennungsachse. Bei den meisten Anwendungen kann der Parameter Erkennungsart auf Schnell gesetzt werden. Die Erkennungsgröße beträgt dann 1. Bei Anwendungen, die „Helle Fehler“, „Dunkle Fehler“ oder „Helle und dunkle Fehler“ benötigen, muss der Parameter „Erkennungsgröße“ auf einen Wert gesetzt werden, der größer ist als der Radius des zu erkennenden Fehlers. Wenn der Bereich parallel zu einer Kante konfiguriert wurde, muss die Erkennungsachse auch parallel zum Bereich verlaufen.
  8. Passen Sie dann die Parameter Minimale Fehlerfläche, Maximale Fehlerfläche und Minimaler Kontrast an.
  9. Sobald das Werkzeug das Teil in seinem fehlerfreien Zustand inspiziert, laden Sie ein Bild des Teils mit einem Fehler. Passen Sie wiederum die Parameter an, bis das Werkzeug die entsprechenden Fehler korrekt erkennt. Laden Sie weitere Bilder des Teils mit Fehlern und passen Sie, falls nötig, die Parameter an, um zusätzliche Fehler zu identifizieren.
  10. Nachdem die Fehler erkannt wurden, laden Sie erneut die Bilder des Teils in seinem fehlerfreien Zustand, um sicherzustellen, dass es nach wie vor als fehlerfrei erkannt wird. Das Werkzeug ist nach der korrekten Konfiguration bereit für Laufzeit-Inspektionen.
  11. Verwenden Sie bei Bedarf die Eingangs-/Ausgangseigenschaften, um Werkzeugdaten mit anderen Werkzeugen und/oder anderen externen Geräten auszutauschen.