Werkzeugparameter für Störungen

Mit den Parametern für Störungen (Perturbationen) können die ViDi-Werkzeuge künstlich Bilder erstellen, die eingelernt werden. Dadurch werden die Ergebnisse für Anwendungen mit vielen Varianten verbessert. Diese Parameter gelten für alle Werkzeuge.

Die Störungsparameter können auch kombiniert werden. Durch den Einsatz einzelner Parameter sowie mehrerer Parameter gemeinsam können komplexere Bilder erstellt werden.

Tipp:  Wenn der Lerndatensatz nicht alle Varianten enthält, die während der Laufzeit auftreten können, können Sie die Störungsparameter einsetzen. Beispiel: Das Teil kann um ± 45 Grad gedreht sein. Richten Sie den Parameter Drehung ein, und die Software dreht die Bilder im Training um diesen Winkel. Um die besten Ergebnisse zu erzielen, empfiehlt Cognex jedoch, tatsächliche Beispielbilder der Varianten zu verwenden. Wenn ein Teil gedreht wird, können unterschiedliche Schatten auftreten. Diese werden nicht vom Werkzeug erfasst, wenn die Drehung auf einer künstlichen Drehung des Bilds basiert.
Parameter Beschreibung

Drehung

Legt die möglichen Ausrichtungen fest, die eine stückweise einheitliche Verteilung definieren, von der eine Drehwinkelstörung abgeleitet wird (wenn auf [0°, 0°] gesetzt, wird keine Drehstörung angewendet).

Beispiel: Mit den Einstellungen [-10°, 10°] oder [170°, 190°] kann das Teil zwischen -10 und 10 Grad oder zwischen 170 und 190 Grad erkannt werden. Die Einstellungen sind sinnvoll, wenn ein Teil mit der normalen Ausrichtung oder kopfüber mit nur geringen Winkelabweichungen, nie jedoch dazwischen, auftreten kann.

Skalierung

Die Abweichung von der Normalverteilung um 1, von der ein Störfaktor für die Skalierung abgeleitet wird (wird nicht verwendet, wenn auf 0% gesetzt).

Beispiel: Eine Skalierung von 100% liefert Bilder, die halb so groß wie die Originalgröße sind, bis hin zu doppelt so großen Bildern.

Original = Mögliche Störungen =

Seitenverhältnis

Die Abweichung von der Normalverteilung um 1, von der ein Störfaktor für das Seitenverhältnis abgeleitet wird (wird nicht verwendet, wenn auf 0% gesetzt).

Scherung

Die Abweichung von der Normalverteilung um 1, von der ein Störfaktor für die Scherung abgeleitet wird (wird nicht verwendet, wenn auf 0% gesetzt).

Spiegelung

Legt fest, ob das Bild während der Abtastung willkürlich vertikal und/oder horizontal gespiegelt werden soll. Diese Funktion ist nützlich, wenn das Objekt oder die Oberfläche entsprechende Symmetrien aufweist.

Mit dieser Einstellung kann die Menge der Trainingsdaten signifikant erhöht werden.

Horizontal
Vertikal
Beides

Leuchtdichte

Die Abweichung von der Normalverteilung um 1, von der ein Störfaktor für die Leuchtdichte abgeleitet wird (wird nicht verwendet, wenn auf 0% gesetzt).

Kontrast

Die Abweichung von der Normalverteilung um 1, von der ein Störfaktor für den Kontrast abgeleitet wird (wird nicht verwendet, wenn auf 0% gesetzt).

Kontrast invertieren

Legt fest, ob der Kontrast willkürlich invertiert werden soll, um eine Kontrastumkehr für die Lernbeispiele zu simulieren.